Mark



Food is power.
Das wissen wir, spätestens seit die Medien wissenschaftliche Fakten über Fleisch und die damit einhergehende Ressourcenverschwendung, Klima - und Umweltbelastung populärer gemacht haben. Milchprodukte, die genauso Kern der Massentierhaltung sind, genießen noch nicht diese Aufmerksamkeit. Ziemlich unbegründet.



ecological


Eine ökologische Perspektive auf Milchprodukte betrachtet viele Aspekte über klimaschädliche Gase wie CO2 hinaus. Für die heutige globale Ernährung und die zukünftiger Generationen ist wichtig, dass die Ressourcen der Erde sinnvoll genutzt werden. Die Bevölkerung wächst, der menschliche Appetit auf Milchprodukte ist unproportional stark mitgewachsen - aber die Kapazität der Erde nicht.




83%


aller landwirtschaftlichen Nutzungsfläche werden für die Produktion von Milch- und Fleischprodukten verwendet. Die Kalorienaufnahme des Menschen besteht durchschnittlich aber nur zu 18% aus Milch- und Fleischprodukten. Das ist vor allem aufgrund der wachsenden Bevölkerung problematisch.

40%


der Weltbevölkerung hat keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gleichzeitig verbraucht die Herstellung von einem Glas Milch (200 ml) bis zu 200 Liter Wasser. Dabei wird nicht nur verschwendet, sondern auch verschmutzt: Eine Kuh scheidet täglich knapp 60 Liter Exkremente aus, die durch Düngung und Abwässer das Grund- und Oberflächenwasser verunreinigen.

10%


der benötigten Wassermenge bei der Milchproduktion wird für die Herstellung von Soja- oder Haferdrinks gebraucht. Das bedeutet, bei pflanzlichen Drinks lassen sich 90% Wasser einsparen. Zudem nimmt die Herstellung von 1 Liter Hafermilch im Vergleich zu Kuhmilch höchstens ein Zehntel der Fläche in
Anspruch.





Wusstest Du, dass Butter einen höheren CO2 Ausstoß generiert als Fleisch? Wir auch nicht.





F L Ä C H E

Eine Milchkuh verspeist jeden Tag 22kg Futter. Dieses Futter grast sie entweder auf Weideland, das weltweit 3,55 Milliarden Hektar beträgt, oder nimmt es in Form von Trockenfutter zu sich, das meistens aus Getreide, Soja oder Mais besteht. Für den Anbau dieses Futters werden wiederum Unmengen an Land benötigt. Das trägt einerseits zur Abholzung der Wälder und Regenwälder und zum Aussterben etlicher Tier- und Pflanzenarten bei. Andererseits ist es globalethisch gesehen fragwürdig, dass Industrieländer Fläche aus anderen Ländern indirekt importieren, in denen die Ressourcen für eigene Zwecke genutzt werden könnten - d. h. lokale Lebensmittelversorgung statt Fütterung unserer Nutztiere.
Folgend aus dem oben dargestellten Ressourcenaufwand, ist der Verzicht auf tierische Prdukte also wesentlich förderlicher für gerechtere globale Ernährung. Tatsächlich rechnen Wissenschaftler*innen damit, dass die zukünftige Welternährung wegen steigendem Ressourcenmangel nur auf pflanzlicher Basis funktioniert.
T R E I B H A U S G A S E

Allein in Deutschland gibt es über 4 Millionen Milchkühe, die täglich eine große Menge Methan ausstoßen. Dieses Gas ist für das Klima 21 mal schädlicher als CO2.

In einem Jahr stößt eine Kuh ungefähr so viel CO2 Äquivalent aus, wie ein durchschnittlicher Kleinwagen in derselben Zeit.

Weitere Treibhausgase entstehen, wenn  Wälder abgeholzt, Grünland zerstört oder Feuchtgebiete trockenlegt werden, um Weiden zu schaffen oder Futtermittel anzubauen. Pflanzen und Böden sind nämlich in der Lage, CO2 zu speichern und können, wenn sie intakt bleiben, dem Klimawandel sogar entgegenwirken. So ist Aufforstung - wie es derzeit auch medial verbreitet wird - das wichtigste Mittel, mit der CO2-Problematik umzugehen.
Der Ausstoß von Treibhausgasen lässt sich verringern, wenn man auf pflanzliche Alternativen umsteigt. 1 Liter Hafer- oder Sojadrink verursacht nämlich im Vergleich zur Kuhmilch nur ein Drittel der Treibhausgase.



animals




Der Mensch ist das einzige Lebewesen,
das eigentlich nie richtig abgestillt wird und bis zu seinem Lebensende Muttermilch einer anderen Spezies zu sich nimmt.

MILCHMASCHINEN MUTTER

Um ihr Verlangen nach Milch zu stillen, haben die Menschen aus Kühen Milchmaschinen gemacht. Unter natürlichen Umständen würden Kühe 18-20 Jahre alt werden und in Sozialverbänden von ungefähr 20 Tieren leben. Sie würden lebenslange Freundschaften aufbauen, zusammen spielen und sich gemeinsam liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern.
In der Milchindustrie läuft das Leben einer Kuh heute ganz anders ab. Um Milch zu geben, muss eine Kuh, so wie alle Mütter auf der Welt, ein Baby bekommen. 
Deshalb werden Milchkühe regelmäßig künstlich befruchtet und bekommen einmal im Jahr ein Kind. Meist wird das Kälbchen schon wenige Stunden nach der Geburt der Mutter weggenommen. Mutter und Kind sind dadurch verstört und schreien dann oft vor Trauer mehrere Tage lang.

Natürlicherweise würde eine Kuh am Tag 8 Liter Milch produzieren - soviel braucht ein Kalb, um satt zu werden. Heutige Hochleistungskühe sind so gezüchtet, dass sie 40 - 50 Liter pro Tag geben. Das bedeutet enorme körperliche Belastung und Schmerzen für die Kühe. Sie leiden häufig unter entzündeten Eutern, Labmagenverlagerung, Lahmheit und anderen Krankheiten.
In Deutschland werden jedes Jahr etwa 1,2 Millionen Milchkühe geschlachtet, weil ihre Milchleistung nachlässt oder sie zu krank sind. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kühe durchschnittlich erst 4,5 Jahre alt. Nach Schätzungen von Experten werden mindestens 7% aller Rinder vor der Schlachtung nicht ordnungsgemäß betäubt (Bolzenschuss). Mindestens 7% der Tiere erleben also bei vollem Bewusstsein, wie sie an einem Hinterbein nach oben gezogen werden, jemand ihre Halsschlagader aufsticht und sie mit dem Kopf nach unten hängend ausbluten.



health



„Kuhmilch ist gesund, aber nur in der Werbung“


Bekannte Marken wie „Bärenmarke“ und „Dr. Oetker“ haben sich schon früh zum sogenannten Milchindustrie-Verband (MIV) zusammengeschlossen und bilden mittlerweile eine riesige Lobby von 80 Konzernen. Umsatzzahlen dieses Verbandes von ca. 20 Milliarden Euro (2017) bestätigen, dass die Milch- und Käsebranche den größten Zweig der deutschen Ernährungsindustrie darstellt; sie rangiert also noch vor der Fleisch- und Süßwarenbranche.
Dabei gibt es keine triftigen Gründe für einen derartigen Konsum von Milchprodukten. Werbungen preisen sie jedoch als Notwendigkeit für eine gute Gesundheit an – als wäre sie die einzige Eiweißquelle – und haben damit erreicht, dass Milch in unseren Köpfen einen festen Rang in der traditionellen Ernährungspyramide einnimmt. 
Letztlich ist bewiesen, weder Milch noch Käse oder anderweitige Milcherzeugnisse sind notwendig, um den eigenen Kalziumhaushalt zu decken.
Tatsächlich verursacht ein häufiger oder sogar täglicher Konsum gesundheitliche Probleme, ist z. B. vermehrt für Akne verantwortlich, verringert die Elastizität der Gefäße um 50%, erhöht damit also immens das Risiko für beispielsweise Herzprobleme. Etliche weitere Auswirkungen von tierischen Fetten werden zur Zeit immer mehr erforscht.
Überraschenderweise entwickelt sich in den meisten Fällen erst gerade durch den Konsum eine Laktoseintoleranz. Sie äußert sich häufig in Bauch- und Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen. Heute sind ca. 70 % der Weltbevölkerung laktoseintolerant.
Studien belegen, dass die Osteoporose-Raten („poröser Knochen“) in Ländern mit hohem Milchkonsum am höchsten ist. Ausgelöst durch häufigen Milchkonsum kommt es zur Übersäuerung des Körpers - die Neutralisation entzieht den Knochen ihren Kalziumvorrat.